Was meinte die Presse zu Bella Cantare?

Im Laufe der Jahre gab es ja so einiges zu berichten über Bella Cantare. Die lokale Presse hat auch eine Menge Berichte zu verschiedenen Themen veröffentlicht: an erster Stelle natürlich Rezensionen zu unseren Konzerten, auf die wir immer sehr gespannt waren. Aber es gibt auch viele Berichte über Jahreshauptversammlungen, über die Kooperation mit dem Kinder- und Jugendchor Gäufelden und das Vorzeigeprojekt FELIX, für das sich Bella Cantare bis heute besonders stark engagiert.

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Alle waren sich einig: „Dat war wunderscheen“

Chor Bella Cantare beeindruckte mit großem Konzert

Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen” - ein Ohrwurm aus vergangenen Tagen geistert dieser Tage in Öschelbronn durch zahlreiche Häuser. Eingefangen beim Konzertwochenende des Chores Bella Cantare, der mit seinen zwei Aufführungen am Samstagabend und Sonntagnachmittag einen Riesenerfolg feiern konnte.
VON SABINE ELLWANGER
Bereits am Samstag wollte der tosende Applaus der 500 Gäste nicht enden. In der voll besetzten Öschelbronner Aspenhalle überzeugten die Akteure mit einem abwechslungsreichen und hochklassigen Programm. Nicht einfach Chorgesang, sondern eine Weltreise - in der ersten Halbzeit. Lieder aus Kroatien, Spanien, Südamerika und Südafrika rissen das Publikum mit, für die Solisten Oliver Wejwar, Reinhold Dahlinger und Michael Wilmes sowie den gesamten Chor gab’s schon vor der Pause so viel Beifall, dass sie “The Lions sleeps tonight” gleich noch mal singen mussten.
Dann kam der heißersehnte Ausflug in die Gründerzeit: “My Fair Lady” - nicht nur akustisch ein Hochgenuss. Chorleiterin Gisela Reichherzer hatte zwei versierte Solisten mitgebracht. Die Rolle der Eliza sang und spielte! - Silvia Dieter, als “Freddy” überzeugte Oliver Wejwar. Peter Reichherzer mimte den Professor Higgins, sichtlich mit viel Spaß an der Sache. Am Fügel Karl Haarer und am Schlagzeug Hermann Schramm, sie brachten noch zusätzlich Schwung und Pfiff in die Aufführung. Ein Augenschmaus die Kostüme und die Requisiten. Die Chormitglieder haben im Vorfeld nicht nur viel geprobt, sondern genäht, gewerkelt, dekoriert und gemalt. Das Ergebnis: überwältigend! Auf der berühmten Galopprennbahn in Ascot kann es einst nicht farben- und prunkvoller gewesen sein.
Ein Ohrenschmaus und Blickfang: Der Chor Bella Cantare in Öschelbronn Foto: Ellwanger
Mit “ich hätt’ getanzt heut nacht” und “der Herrgott schuf den Männerarm wie Eisen” rissen die Sänger das Publikum förmlich mit. Oder, wie Eliza es formulierte: “Warme Beene konnte man da schon bekommen.”
Am Muttertag für alle Altersgruppen
Weil’s so schön war: Warum nicht gleich noch einmal am Muttertag - ein Konzert für alle Altersgruppen, mit etwas anderem Programm. Auch hier die Aspenhalle wieder gut besetzt. Der Chor der Grundschule Öschelbronn eröffnete das zweite Konzert mit Liedern - und Tänzen - rund um den Frühling. Unter der Leitung von Klara Mohr, begleitet von Karl Haarer am Flügel, zeigten die Dritt- und Viertklässler, dass sie schon ein großes Repertoire beherrschen.

Ein weiteres Hightlight lieferte das Akkordeon-Orchester Gäufelden unter der Leitung von Johannes Baumann mit der anspruchsvollen wie ansprechenden Märchen-Sinfonetta von Rudolf Würthner: Kalif Storch, Aschenputtel, das tapfere Schneiderlein und Hans im Glück wurden begeistert beklatscht. Es folgten die “Italo-Pop-Hits” und die “Storie di tutti i giorni”, bevor erneut “Bella Cantare” die “My fair Lady” auferstehen ließ, diesmal für’s Sonntagspublikum. Die Melodien - lange nicht gehört - bleiben in den Köpfen hängen. Wieder riesiger Applaus. Und ein “Dat war wunderscheen!”

Anspruchsvolles Repertoire sicher interpretiert

Für eine Stunde innezuhalten, sich Zeit zu nehmen, sich zu besinnen auf die 
Adventszeit. Mit der entsprechenden Musik fällt das vielen leichter. Beim 
"Konzert im Advent" des Bella Cantare am Sonntag im evangelischen 
Gemeindezentrum in Öschelbronn passte das Repertoire zur Vorweihnachtszeit: 
besinnliche, festliche aber auch fröhliche Stücke. 

"Zum Jubel, dass Jesus geboren ist, singen wir viele Lieder", fasste die 
Vorsitzende Eva Baumgärtner-Neubert das Konzert im voll besetzten Haus 
zusammen. Die Sänger in Schwarz gekleidet mit orangegelben Schals um den 
Hals, die Musiker an den Instrumenten, die vielen Kerzen und Lichter boten 
schon ein beeindruckendes Bild. Kein Wunder also, dass schon nach den ersten 
Tönen des Weihnachtschorals von Georg Friedrich Händels "Tochter Zion" von 
der besonderen Atmosphäre der Adventszeit erfüllt war. 
Abwechslungsreich und anspruchsvoll war das Repertoire unter der Leitung von 
Dirigent Dr. Wilfried Fischer. Vom klassischen Weihnachtslied "Macht hoch 
die Tür, die Tor macht weit" und dem weniger bekannten Lied "Hosianna, 
Davids Sohn" bei denen Zuhörer, Chor und Streicher für die richtigen Töne 
sorgten. 
Auch Kantaten aus dem Barock für zwei Soprane, zwei Violinen und Basso 
continuo standen auf dem Konzertplan. Bei den getragenen und besinnlichen 
Chorälen "Willkommen, süßer Bräutigam" von Vincent Lübeck (1654-1740) und 
"Nun komm der Heiden Heiland" von Georg Philipp Telemann (1681-1767) konnten 
die Zuschauer die Seele baumeln lassen und sich auf das bevorstehende 
Weihnachtsfest einstimmen.

Die Sopranistinnen Judith ErbCalaminus und 
Felicitas Erb sorgten dabei für einen gelungenen Ohrenschmaus. 
Auf besondere Art und Weise zeigten die Öschelbronner Chorsänger, die das 
gleiche Konzert am Samstag auch in Nebringen aufführten, die gesamte 
Bandbreite ihres Könnens. Und zwar indem sie des Öfteren die Stilrichtung 
änderten. Nach einem besinnlichen Stück wurde es im evangelischen 
Gemeindezentrum laut, fröhlich und mitreißend Gospels waren jetzt angesagt. 
"Wasnt that a mighty day", "Wherever you are" und "Its a birthday" brachten 
Schwung und gute Laune ins Konzert. Schade nur, dass sich das Öschelbronner 
Publikum nicht so leicht mitreißen lassen wollte. Nur sehr vereinzelt 
bewegten sich einige Füße, der Applaus war dafür aber lang anhaltend.

Nach 
den schwungvollen englischen Songs kam der Höhepunkt des Konzerts. Das auf 
Lateinisch vorgetragene "Magnificat anima mea" (Meine Seele preiset) von dem 
dänisch-deutschen Organisten und Komponisten des Barocks Dietrich Buxtehude 
(1637-1707). 
Das Magnificat gehört zu den bedeutenden Grundtexten des Christentums aus 
dem Lukas-Evangelium und ist ein psalmartiger Lobgesang Marias, mit dem sie, 
nach der Ankündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel zu Besuch bei 
ihrer Base Elisabeth auf deren prophetischen Gruß antwortet. 
Das längste und auch anspruchsvollste Stück des Konzertes, bei dem die 
beiden Sopranistinnen, der Chor, die Streicher und der Generalbass 
mitwirkten, war eine perfekte Gelegenheit innezuhalten, den Moment zu 
genießen und den Stimmen und Instrumenten zu lauschen.

Gäubote, 12.Dezember 2006

Ascot in Öschelbronn

Vor der Pause ist nach der Pause? Nicht beim Liederkranz Öschelbronn! Vor der Pause war Folklore aus aller Welt angesagt, nicht “am Stück”, wie man’s (leider) von vielen Konzerten gewohnt ist, sondern eingebettet in die Reiseerinnerungen des Silberhochzeitspaares Karin Koch und Dieter Steinle. Der Chor: äußerst konzentriert mit tollen Soli aus den eigenen Reihen (“The lion sleeps tonight”)!

Nach der Pause - halbszenisch - der nun wirklich allseits bekannte Eddy-Rhein-Querschnitt durchs Evergreen-Musical “My Fair Lady” - aber wie! Mit einer umwerfenden Eliza (Sylvia Dieter vom Chor “Canto Bello”), einer satten Chorleistung, die Auskunft über erfolgreiche Stimmbildung gab, tolle Kostüme (Bild unten die Ascot-Damen), ein vor Spielfreude sprühender Karl Haarer am Flügel und als Prof. Higgins der Gauvorsitzende (pardon “Chorverband”) himself.
“Mutter” des Erfolges war Gisela Reichherzer als Dirigentin, Regisseurin, Kostüm- und Maskenbildnerin ... Gratulation!

Die selbst geschneiderten Kostüme sahen umwerfend aus…

Konzert des “Bella Cantare” in Öschelbronn: Folklore aus aller Welt und ein Ausflug in die Welt des Musicals - Unvergesslicher Abend für die Gäste
Mit Folklore aus aller Welt und einem Ausflug in die Welt des Musicals füllte “Bella Cantare” die Öschelbronner Aspenhalle bis auf den letzten Platz und bereitete den Gästen einen unvergesslichen Abend.
VON ANGELA KÖRNER-ARMBRUSTER
“Kauf mir einen bunten Luftballon!” erklang es fröhlich zum Entree. Paul pflückte für seine Paula ein rotes Gummiherz, und ein lauter Kuss schmatzte durch die Halle - der erste von vielen Lacherfolgen war nach wenigen Minuten da. Karin Koch und Dieter Steinle führten den Chor als “Silberhochzeitspaar” zuerst nach Kroatien. Melancholisch und von wehmutsvoller Süße erklangen die Schlager “von damals”: “Wenn du mich wirklich liebst, dann sind wir im Paradies” und Hafenstimmung und Treueschwüre wechselten mit Abschiedsschmerz und zungenbrecherischer Geschwindigkeit.
Während Paula mit den Sängerinnen von Mirkos schönen Händen schwärmte, sehnte sich Paul nach spanischem Flair und erntet Szenenapplaus für seine Flamencoeinlage. Die rasanten Kastagnettenrhythmen von “Con el vito” wurden von den mystischen Klangfarben des modernen “Conquest of paradise” abgelöst, und beim typischen mädchenhaft-gepressten Jamaica-Sound begann das Publikum mit den Fingern zu schnippen.
Das allseits beliebte “La cucaracha” löste dann im leichten frohen Dialog zwischen Männern und Frauen die letzte Steifheit in den Hüften und die Stimmung in der Halle wurde immer besser. Als Michael Wilmes für ein reizvolles Arrangement von Belafontes “Day-O” aus den Reihen des Chores trat, kippte die Stimmung endgültig. Der verregnete Maiabend war vergessen und es herrschte nur noch Jubelstimmung. Gerne reisten die Besucher mit Paul und “denne schene Menscher” nach Rio, und bei fetzigen südamerikanischen Rhythmen vergaß Gisela Reichherzer sogar zu dirigieren und tanzte mit. Die nächste Station war Afrika, der Liederkranz bewies auf neue Art sein “bella cantare” - mit zum Himmel gereckten Armen und melodiösen, fremdartigem Zulugesang. Vergnügt probierten die Zuhörer auch das “Aya Hgena” und “Siyahamba” mitzusingen. Hat Paul in seinem Cafè am Bühnenrand Angst vor Löwen? “Noi, den tät ich anschreien: Such dir eine Jüngere!” Dem Gelächter folgt der unverwechselbare Sound von “The lions sleeps tonight” - eine atemberaubende Version, wie die Musikfreunde sehr richtig feststellen und so lange mit den Füßen trampelten, bis Reinhold Dahlinger nochmals seine Kopfstimme ertönen ließ. Völlig losgelöst von den Notenblättern und wahrlich entfesselt gingen die Sänger in die Pause.
Danach gab es in der Aspenhalle Musical-Luft zu schnuppern: Peter Reichherzer alias Professor Higgins nannte sie: “Diese unflätige muttersprachenmordende Eliza Doolittle”, doch er meinte natürlich “My fair Lady!”.
Umrahmt von vornehm fächernden Damen in altrosa Spitze und Herren mit Hosenträgern und frechen Mützchen sang sich die Nufringerin Sylvia Dieter “wunderscheen” in wenigen Takten in die Herzen der Besucher. Gisela Reichherzer kann stolz auf ihre Truppe sein: Beschwingt, leichtzüngig und musicalreif trumpften sie nun vollends auf, holten den Broadway ins Gäu, und “mit nem kleen Stickchen Glick” erntete das unkonventionelle Männerballett herrliche Lacherfolge bis es endlich so weit war: “Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen.”
Ganz besondere Beachtung verdienten neben den gelungenen Kulissen die feinen Herrschaften von Ascot, die in professionellen, selbst geschneiderten Kostümen umwerfend aussahen und die berühmte Rennbahnszene auslebten, bis den Zuschauern die Lachtränen über die Wangen kullerten.
Einen großen Anteil am Gelingen dieses musikalischen Leckerbissens hatten selbstverständlich Angela Bodemer aus Nehren, die Spezialistin für exotische Percussion, der Öschelbronner Schlagzeuger Hermann Schramm und Karl Haarer am Flügel, der seit langen Jahren mit der Dirigentin arbeitet.

Um mit Professor Higgins zu sprechen: “Es war ein grandioser Erfolg.” Nur eines verstand das zufriedene Publikum wirklich nicht: Warum Sylvia Dieter unbedingt Zahnärztin werden und nicht mit Oliver Wejwar in Leizpzig studieren möchte.

Ersten Härtetest bravourös bestanden

Konzertabend in der Aspenhalle: Öschelbronner Vereine erfüllen den neuen Musentempel mit Leben
VON RAFAEL BINKOWSKI
"Sie ist schön, ja so wunderschön", intonierte der Projektchor des Öschelbronner Liederkranzes am Samstagabend. Die neue Aspenhalle wurde am Wochenende musikalisch sowohl durch Musical-Klänge am Freitag als auch durch ein großes Chorkonzert gefeiert. Dabei konnten die gut 500 Zuhörer nicht nur die gute Arbeit der Akustiker bewundern, sondern auch gute Chor- und Akkordeonmusik.
"Die Gemeinde hat jetzt ihre Pflicht erfüllt", meinte Bürgermeister Hermann Wolf am Samstagabend zur Begrüßung. Jetzt seien die Bürger an der Reihe, den futuristischen Neubau auch mit kulturellem Leben zu erfüllen. "Es hängt jetzt an Ihnen, gehen Sie in die Vereine und machen Sie mit", forderte der Schultes seine Bürger auf.
Jesus Christ und Miss Saigon
Mit Musical-Melodien hatte am Freitagabend der musikalische Teil der Einweihungsfeierlichkeiten von Aspenhalle und Grundschul-Erweiterung begonnen. Der Musikverein bot bekannte Klänge aus populären Musicals, von "Jesus Christ Superstar" und "My Fair Lady" über "Miss Saigon" bis hin zum "Phantom der Oper". Schließlich boten die "Petticoats" von der Turnabteilung des TSV Öschelbronn Ausschnitte aus dem Musical "Cats", eine gelungene Show, die ein wenig internationales Flair ins Gäu brachte.
Am Samstagabend stellte sich schließlich der Projektchor des Öschelbronner Gesangvereins "Liederkranz" dem Publikum vor. Unter der Leitung von Gauchormeisterin Gisela Reichherzer hatte sich die Sängergruppe im April gegründet und gab amSamstag ihr Debüt. Der Begrüßungschor war eigens auf die Veranstaltung zugeschnitten: "Gute Stimmung, tolle Leistung soll die Bürger hier erfreuen", sangen die Chormitglieder, wobei eine Melodie aus Carl Zellers Operette "Der Vogelhändler" eigens textlich umgestaltet worden war. Der Projektchor soll auch nach dem Konzert bestehen bleiben, wie der stellvertretende Vereinsvorsitzende Gerhard Teufel betonte. Er blickte zunächst auf die Entstehungsgeschichte der jungen Sängergruppe zurück: "Wir mussten viele Hürden überwinden, aber unsere Sorgen waren unbegründet, ob sich genügend Interessierte finden würden." Es sei daher sinnvoll und wünschenswert, dem Chor eine Zukunft zu geben. Dazu bedürfte es aber weiterer "sangesfreudiger Leute", forderte Teufel die Gäufeldener auf.
Flott und fetzig
Mit einem Potpourri von Stephan Foster zeigte der neu gegründete Chor dann, was er in den gut sechs Monate gelernt hatte: Die Mischung aus schwarzem Spiritual, Vagabundenlied oder dem fröhlichen "Ich komme aus Alabama" war gelungen. Die Sänger stellten ihr Können unter Beweis, kombinierten geschickte traurige, melancholische Klänge mit sprühender Lebensfreude. Die Stimmen harmonierten gut, auch der Solopart wurde engagiert gemeistert. Vom Gesang zu Instrumentalmusik wechselte dann das Programm: Mit flotten Rhythmen und fetzigen Melodien spielte das Akkordeonorchester Gäufelden auf.
Begeistertes Publikum

Das krönende Finale schließlich bildete das einstige Henry-Maske-Lied "Conquest of Paradise". Das Stück der Popgruppe "Vangelis" war von Hans Giets für Chor bearbeitet worden. Zusammen mit dem Akkordeonorchester boten die drei Chöre (Öschelbronn, Nebringen und Tailfingen) einen würdigen Abschluss für einen gelungenen Musikabend. Das Publikum zeigte sich begeistert und spendete reichlich Beifall für die gute Leistung der Interpreten. Und dass die Sänger und Akkordeonspieler in der neuen Halle so gut gehört wurden, stellte auch die viel gerühmte Akustik des Neubaus eindrucksvoll unter Beweis. Die Öschelbronner Musiker werden's mit Freude vernommen haben, die Aspenhalle wird mit Sicherheit noch oft von Musik erfüllt werden.

Konzert-Café - Musik mal anders erleben

In einer bunt geschmückten Halle bei strahlendem Sonnenschein haben es sich die Besucher und Chorliebhaber aus nah und fern nicht nehmen lassen, bei Kaffee und Kuchen den Frühlingsklängen von Bella Cantare unter der Leitung von Herrn Dr. Fischer zu lauschen. Nebenbei blieb dennoch für jeden einzelnen genügend Zeit, sich mit dem “Nachbarn” und den Chormitgliedern auszutauschen, so dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam.

Nach nur 4 Monaten intensivster Proben gab es das erste große Konzert. Bei den rundzwanzig Liedbeiträgen von Löns-Liedern über Evergreens, einer Huldigung an Paris und Jazz-Kanons war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Gemeinsam mit dem Schulchor und dem Publikum wurde dann der Frühling herbei gesungen.

Die musikalische Begleitung durch Karl Haarer am Flügel und Hermann Schramm am Schlagzeug rundete die Musikbeiträge gelungen ab. Am Ende gab es ein glückliches Publikum, einen zufriedenen Chor und einen strahlenden Chorleiter. Besonders die Darbietung mit dem Schulchor fand außergewöhnlichen Anklang beim Publikum. Der Spendenerlös des Konzerts ging an das Felix-Projekt, welche dem Verein besonders am Herzen liegt.

Viel Energie für den Nachwuchs
Hauptversammlung Liederkranz Öschelbronn: Bürgermeister lobt die Aufbruchstimmung
Gäufelden-Öschelbronn - Einen besonderen Wendepunkt im Vereinsleben hat das vergangene Jahr den Mitgliedern des Öschelbronner Liederkranzes Bella Cantare beschert: Die langjährige Dirigentin Gisela Reichherzer trat von ihrem Amt zurück. Ihr Nachfolger Dr. Wilfried Fischer hat Mitte 2005 die Chorleitung übernommen.
VON BARBARA WEIMER

“Nach der Ära Reichherzer hat man Ansprüche”, bemerkte Schriftführerin Cäcilia Holler auf der Hauptversammlung. Tränenreich sei der Abschied von der beliebten Dirigentin gewesen - und zwar auf beiden Seiten. “Sie war uns doch schon sehr ans Herz gewachsen”, meinte die Schriftführerin. Im vergangenen Jahr hatten die Sänger dann mit der schwierigen Aufgabe zu kämpfen, einen neuen Dirigenten für die Chorleitung auszuwählen. Die Wahl fiel schließlich auf Dr. Wilfried Fischer, der unter anderem auch Universitätsmusikdirektor in Tübingen war. “Er hat die Feuertaufe bestanden”, befand die Vorsitzende Eva Baumgärtner-Neubert, “er ist so engagiert, wie wir es uns nicht zu träumen erhofft hatten. Ich denke, wir haben mit ihm einen Glückstreffer gelandet.”
Auch der Dirigent zeigte sich zufrieden mit seiner neuen Aufgabe. “Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich fühle mich sehr wohl und komme immer gerne zur Probe”, betonte er.
Zahlreiche Auftritte und Ausflüge haben das Vereinsprogramm im Jahr 2005 gefüllt. Da war beispielsweise im März die Begleitung des Konfirmationsgottesdienstes in der evangelischen Kirche, eine gemeinsame Kirchblütenwanderung im April und ein großer Gemeinschaftsausflug in den Bregenzer Wald. Mit dem Projekt “Notenhopser” hat der Verein im Frühjahr Kinder zum Tanzen, Spielen und Singen eingeladen. Im Juni stand schließlich das große Abschiedskonzert mit Gisela Reichherzer auf dem Programm. Unter dem Motto “Zappen Sie sich durch - Das Beste von Bella Cantare”, gestalteten die Sänger ein abwechslungsreiches Programm. Weitere Höhepunkte des Jahres waren die Aufnahmen für die eigene CD des Chores und die Umrahmung des Gottesdienstes am vierten Advent. Nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr blieb die Mitgliederzahl des Vereins. Derzeit verzeichnet der Chor 46 aktive und 41 fördernde Mitglieder.
“Felix” ist ein Begriff, dem die Mitglieder sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ausgehend vom Schwäbischen Sängerbund ist “Felix” ein Projekt, mit dem Kindergärten dazu angeregt werden sollen, in besonderem Maße musikalisch tätig zu werden. Der Öschelbronner Chor Bella Cantare, ebenso der Tailfinger und der Nebringer Liederkranz, unterstützen dieses Projekt. Zum einen bringen sie die finanziellen Mittel auf, um Pädagogen in die Gäufeldener Kindergärten schicken zu können, die die rund 40 Erzieherinnen im kindgerechten Singen schulen. Zum anderen bestimmen sie Vereinsmitglieder, die als Mentoren nach beendeter Tätigkeit der Pädagogen deren Arbeit fortsetzen. “Wer nichts für seinen Nachwuchs tut, hat auch keinen”, ist die Meinung des Vorstandes. Deshalb werde der Verein in Zukunft viel Energie in dieses Projekt stecken, besonders in die Sponsorensuche. Gäufeldens Bürgermeister Johannes Buchter lobte die Aufbruchstimmung des Vereins und sprach den Mitgliedern seinen Dank für die kulturellen und nun auch pädagogischen Beiträge im Gemeindeleben aus.
Die Wahlen: Auf zwei Jahre wiedergewählt wurden Traugott Link als stellvertretender Vorsitzender, Cäcilia Holler als Schriftführerin und Yvonne Wilmes als Pressewartin. Zur Kassiervertreterin wwurde Lore Baumgärtner und zur Kassenprüferin Gaby Pastian ernannt. In den Beirat wurden Myrta Kieweg, Elfriede Rösch und Willi Armbruster gewählt.
Eine Ehrung für 30 Jahre Vereinszugehörigkeit erhielt Hans Grünwald. Für seine 50-jährige Mitgliedschaft hingegen wurde Alfred Mauerer geehrt. Seit 60 Jahren hält Wilhelm Hörmann dem Chor die Treue.

Mit ihrem Serenadenkonzert verwöhnte „Bella Cantare" in der Öschelbronner Aspenhalle Frauen und Männer mit einem großen Programm. "Wir stehen voll im Saft und sind nicht unterzukriegen", versprach der Chor vollmundig.

VON ANGELA KÖRNER-ARMBRUSTER

Im Vorfeld wurde nicht nur intensiv geprobt - es wurde als reizende Überraschung auch emsig gebastelt und gebacken. Das Programm des merklich geschrumpften Chores war homogen in der Thematik und sehr abwechslungsreich in der Darstellung. Dennoch musste man sich wegen des hellen Sonnenscheins kurz besinnen, ehe man sich auf die rund 20 Abendlieder einlassen konnte. Bald jedoch stimmten die Gesänge von Heimat, Frieden und Schöpfung durchaus besinnlich. Die meisten Lieder waren schlicht und unaufdringlich, nichts Überladenes oder Dramatisches störte die sanfte Stimmung.

"Wohl dem, der eine Heimat hat", freuten sich die Sänger gleich zu Beginn und schickten ihren Abendsegen nicht am Ende des Tages, sondern ganz ungewöhnlich zu Beginn des Programms. Besonders herzlichen Applaus spendeten die Zuhörer für zwei Kärntner Lieder, deren anrührende Schlichtheit und schwer fassbare Melancholie wohl aus einer tiefen Verwurzlung zur Heimat stammen.

Unisono und zart ließ das französische "Au clair de la lune" an die schmale Mondsichel denken, die anschließende deutsche und mehrstimmig vorgetragene Fassung dagegen erinnerte an einen Vollmond. Generell hatte sich „Bella Cantare" für diesen Abend eher zurückhaltende, schlichte Stücke ausgewählt, die den heiteren Serenadencharakter nicht sprengten und nicht nur der Chor, auch die meisten Gastsänger und Solisten hatten abendliches Flair gewählt.

Die junge Herrenbergerin Eva Beuth bewies mit Gershwins "Summertime" sehr souverän, dass sie zusehends an Umfang gewinnt und endgültig den musikalischen Kinderschuhen entwachsen ist. Warmherzigen Beifall erhielten Yvonne und Michael Wilmes für "Sometimes when we touch" als singendes und glücklich strahlendes Ehepaar und Mathilde Schuster und Dirigentin Judith Erb-Calaminus bezauberten mit einem strahlenden Duett.

Langer Applaus honorierte das mutige und unverbrauchte Auftreten Elisabeth Neuberts, die der indianischen Pocahontas ihre Stimme lieh. Etwas ganz Besonderes umgab die beiden Darbietungen der Rena Hoffmann-Markgraf, die zwei Werke ihrer Großmutter zum Besten gab.

Als ein musikalischer Höhepunkt durfte das geflötete "Greensleeves" von Tanja Burges gelobt werden. Sie trug die beliebte Volksweise nicht wie gewohnt schwermütig vor, sondern hatte eine überschäumende, tänzerische Version ausgewählt, deren technische Finessen vom Auditorium mit begeisterndem Trampeln belohnt wurden.

Einzig der Holzgerlinger Gastchor "Five vor Zwölfe" wagte einen thematischen Ausflug. Die fröhlichen Männer werden auch von Judith Erb-Calaminus angeleitet und zeigten ihrer Dirigentin ebenso wie "Bella Cantare", dass die Probenarbeit zu einem schönen Erfolg geführt hat, und bekamen für ihre sichtlich gern gesungenen Gospels großes Lob.

Trotz der überlangen Pause und dem geduldigen Warten aufs Publikum fanden die Sänger wieder zurück zu ihrer Präsenz. Gerade das ungewohnt schräg erscheinende "Swing low" kam gut an und der selbstbewusste Solist Jochen Schillinger wurde mit verdienten Jubelrufen gefeiert. Streng genommen sprengten diese Lieder den Serenadencharakter - aber da durch die wechselnden Interpreten der Schwerpunkt nicht auf Homogenität, sondern auf Vielfalt lag, wurde dies gern verziehen.

Schade, dass bei so vielen Solisten nicht auch Klaus Hügl zeigen konnte, welch engagierter und mitreißender Pianist er sein kann, wenn er nicht als bescheidener Begleiter des Chores auftritt, Wesentlich mehr Raum durfte der redselige Gerald Holler mit seiner Moderation füllen. Er ist mit seiner ausgeprägten Liebe zur Recherche ein ebenso alter Bekannter wie der Löwe, der des Nachts schläft und bei "Bella Cantare" als ein beliebter Schlusspunkt gilt. Bei diesem Auftritt war er jedoch nicht dominant und furchteinflössend, sondern gut gelaunt und handzahm und durfte als Zugabe gleich noch einmal brüllen.

Von Flöhen, Schwaben und Bugs Bunny

Öschelbronn: „Bella Cantare" gibt einen unterhaltsamen und überaus gelungenen Abend in der Aspenhalle

Mit Witz und musikalischem Können sorgte der Öschelbronner Liederkranz „Bella Cantare" für einen unterhaltsamen Abend. Unter dem Motto "POPulär durch die Jahrhunderte" stand das Programm, an dem sich auch der Holzgerlinger Männerchor „Five vor Zwölfe" beteiligte. In der Aspenhalle gaben die Chöre ihr Neujahrskonzert.

"Sss" - mit Fliegensummen stimmte "Bella Cantare" auf den Abend ein. Im Sprechgesang erzählten die Sänger von einer Stubenfliege, die in einem Marmeladenglas landet und dort um ihr Leben ringt. Aber es hilft alles nichts: Für das Tier steht am Ende ein "süßer Tod", wie der Liedtitel lautete. Humorvoll, wie die Sänger ihren Auftritt eröffneten, ging es weiter. So erklärte Moderatorin Yvonne Wilmes, dass Pop- oder populäre Musik ein Gemeinschaftsgefühl sei, das jede Generation verbinde: Das gelte durch alle Jahrhunderte. "Ganz bestimmt", bemerkte sie, hat der Floh im 16. Jahrhundert ein Gemeinschaftsgefühl bewirkt." Aus dieser Zeit stammte das folgende Lied. Dass dieses Insekt beißt und sticht, sangen die Männerstimmen, auf die die Frauenstimmen antworten, während sich 'alle am Arm kratzen.

Leisere Töne brachten Klavierspieler Klaus Hügel und Flötenspielerin Tanja Burges zum Besten, die aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten" den Winter vortrugen.

Mit Hingabe und Körpereinsatz

Mit Hingabe und vollem Körpereinsatz leitete Judith Erb-Calaminus den Chor, während Friedrich Silchers "Mädele ruck, ruck, ruck" erklang. Dann stellte sich der Chor rechts sowie links am Saalrand auf. Vom Mozarts Kanon ,0 du eselhafter Martin" wurde das Publikum eingehüllt, wobei Derbes wie "Du dummer Paul, du bist so faul wie ein Gaul" nicht fehlte.

Sein IOO-jähriges Bestehen feiert der Holzgerlinger Männerchor "Five vor Zwölfe" dieses Jahr. Deshalb suchten sie in ihren zehn Liedern jeweils aus einem Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts ein Stück aus. Wie viel Gefühl man in Bassstimmen legen kann,' demonstrierten sie dabei anschaulich. Tief und knackig, einem "Comedian Harmonists"-Lied entsprechend, begannen sie mit "Ein Freund, ein guter Freund". Wie viel herrlichen Schmalz der Solosänger Reinhard Thoma im Lied "La Paloma" einfließen ließ, macht ihm so schnell keiner nach. Dermaßen überzogen vorgetragen war es, dass der Herzensbrecher-Song vom Kitschigen ins Komische kippte. Das kam an. Ein Schmunzeln huschte durch den gut besuchten Saal.

Viel verlangte das Lied "Skandal im Sperrbezirk" vom Klavierspieler ab. Unglaublich schnell huschten Klaus Hügels Finger über die Tasten, dass er sie zwischendurch kurz ausschütteln musste, um einen Krampf zu verhindern. Aber Hügel hielt sich am Flügel. Und der Männerchor schmetterte dazu das Lied über die heiß begehrte Münchnerin "Rosi". Auch die samtweiche Stimme von Jochen Schelling beim Liebeslied "The Longest Time" verfehlte nicht ihre Wirkung. Von diesen Jungs wollte man mehr hören, wie der Applaus zeigte. Wobei sie bei ihrer Zugabe bewiesen, was der Männerchor wirklich drauf hat. Vom Feinsten war ihre Schwaben-Hommage: Kleinlaut gestand der Chor am Anfang, welche Vorzüge die Bayern, Saarländer und andere Bundesländer hätten. Aber unverhohlen lautete die Antwort: "Ein kleines Volk im Süden, das hat es ein klein bisschen besser drauf. Wir bauen die hochwertigeren Automobile."

Bugs Bunnys Abschied

Gekonnt und abwechslungsreich war, was "Bella Cantare" nach der Pause bot. Klassiker wie Bill Ramseys Lied "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" sangen sie, ebenso Paul Simons Ballade "Bridge Over trouble Water" und "Look at the World" von John Rutter. Für den Schluss hatten sie sich nochmals Witziges einfallen lassen. Mit Bugs Bunnys Abschiedslied und den Zeilen "Das Publikum war heute wieder wundervoll, Danke schön", umschmeichelte der Chor die Zuhörer. Lauter Applaus bewies, dass das Konzert gefallen hatte. Zwei Zugaben gab der Chor noch (bei denen das Publikum mitsang und mitklatschte. -gti-

Öschelbronn: Bella Cantare mit bunter Mischung

Mit Stücken aus Oper und Operette so wie Medleys aus Musicals hat „Bella Cantare", der Liederkranz Öschelbronn, sein Neujahrskonzert in der Aspenhalle bestritten. Gemessen am Beifall hat es den knapp 300 Zuschauern in der Aspenhalle sicherlich gut gefallen.

VON RENE RONGE

Für ein solches Neujahrskonzert ist es auch im Februar noch nicht zu spät. Bella Cantare" entzückt sein Publikum im ersten Teil mit Stücken aus Oper und Operette, den zweiten Part bestreitet es mit Melodien aus bekannten Musicals. In beiden Sphären bewegt sich der Chor musikalisch sicher. Gesangstechnische Höhepunkte des Abends sind gewiss die Auftritte von Cornelius Burger, der an der Stuttgarter Musikhochschule Gesang studierte. Sein Können zeigt er solo in ,,5000 Taler" aus der Oper "Der Wildschütz" von Albert Lortzing. Vom selben Komponisten singt er die "Kantantenprobe" aus "Zar und Zimmermann", diesmal mit Chor - und in der Gesangslinie teils auch gegen ihn. Burger hat als Opernsänger neben anderen Rollen bereits die des Papageno aus Mozarts "Zauberflöte" gegeben. Das tut er auch bei diesem Konzert. Er singt gemeinsam mit Chorleiterin Judith Erb-Calaminus, sie als Papagena. Die beiden kennen sich aus dem Studium, so konnte der Auftritt in Öschelbronn zustande kommen. Erb-Calaminus kommt mit dem "Vilja- Lied" aus der Operette "Die lustige Witwe" ebenfalls zu einem gekonnten Solo-Auftritt. Dabei trägt sie, passend zum klassischen ersten Teil des Konzertes, ein klassisches, schwarzes Kleid.

Nach der Pause, in die der Chor eher besinnlich mit "Barcarole" von Jacques Offenbach entlässt, zeigt sie sich in Weiß. Jetzt allerdings nicht mehr als Sängerin, sondern wie üblich dirigierend als umsichtige Herrin des Geschehens. Das Ensemble folgt ihren Anweisungen meist, auch wenn es beim Medley aus dem Musical "Cats" leichte Einstiegsprobleme hat. Nicht alle Sänger sind gleich voll auf dem ersten Ton dabei. Ein nicht völlig geglückter Auftakt eines insgesamt aber doch sehr geglückten zweiten Teils. Der Chor braucht sich hinter den Solisten nicht zu verstecken und zeigt, was er kann.

Übergänge sitzen bestens

Während des ersten Teils hat der souveräne Klaus Hügl am Flügel den Chor noch ganz allein begleitet. Für die Musicals kommt eine Rhythmus-Sektion dazu: Leif Dölle am Schlagzeug und Jonas Ruhs am Bass wirken jetzt unterstützend. Das fraglos gut gespielte Schlagzeug ist an mancher Stelle klanglich etwas zu dominant. Es ist eben auch behutsam eingesetzt ein lautes Instrument. Trotzdem ist es an mancher Stelle viel wert oder schlicht unersetzlich: etwa wenn es trefflich den Einsatz für ein Medley aus dem Musical "Grease" gibt. Hier sitzen die Übergänge bestens. Man möchte es bereits als Höhepunkt des zweiten Konzertteils verbuchen. Doch dann singt Bella Cantare kurz vor Schluss noch drei Songs aus "My Fair Lady", von denen insbesondere "Ich hätt' getanzt heut' Nacht" zu gefallen weiß. Yvonne Wilmes aus dem Chor ruft im Anschluss an das Programm in Erinnerung: "Applaus ist des Künstlers Brot." Davon gibt es in der Aspenhalle reichlich, bei der zweiten Zugabe, Udo Jürgens' "Ich war noch niemals in New York", auch erstmals im Takt. Pianist Hügl bietet am Ende des Stücks noch die ersten Takte von "New York, New York" als musikalischen Querverweis an und beginnt dann das letzte Lied des Abends: "Griechischer Wein". Wie viel davon im Anschluss an das Konzert im Foyer fließt, ist nicht überliefert.